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21. März: Internationaler Tag des Waldes

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Naturnahe bewirtschafteter Kiefernwald. Foto: ©adobe.stock AnnaPa_220203

Wald ist Erholungsort, Rohstofflieferant, Devisenbringer, Wasserspeicher, Klima- und Temperaturregulierer und Schutzwald.

Die Rotföhre ist Baum des Jahres 2022 und verkörpert Flexibilität auf allen Ebenen

Die Rotföhre ist ausgesprochen flexibel und wächst auf nahezu jedem Boden. Mit ihrer ausgeprägten Pfahlwurzel erreicht sie auch Wasservorkommen in bis zu 6 m Tiefe. Gegenüber anderen Baumarten ist die Weißkiefer weniger durchsetzungsstark. Deshalb kommt sie von Natur aus verstärkt auf ärmeren, trockeneren oder sandigen Böden vor, aber auch moorige Standorte oder Felsspalten sind für sie kein Problem.

Dementsprechend groß ist auch das Verbreitungsgebiet der Kiefer, das sich von Spanien und der Türkei bis nach Sibirien und Lappland erstreckt. In Österreich ist die Waldkiefer mit 6,2 % der 4. häufigste Baum und bildet einen signifikanten Teil des Holzvorrates im heimischen Wald.

Ein echter Allrounder
Im Vergleich zu Fichte oder Tanne hat das Holz der Rotföhre mehr Äste und unregelmäßige Fasern, seine guten Eigenschaften ermöglichen jedoch trotzdem eine sehr vielseitige Verwendung. Als Bauholz und Konstruktionsvollholz können damit Gebäude errichtet werden. Aber auch für den Innenbereich wird das charaktervoll nachdunkelnde Holz sehr gerne verwendet. 

Anfallendes Waldhackgut und Industrieholz der Rotföhre findet auch in der Herstellung von Halbfertigwaren und Plattenwerkstoffen sowie als Energieholz verbreitet Anwendung. Speziell das Harz der Kiefer hat bis heute eine große Bedeutung. Durch Destillation werden daraus Teer, Terpentinöl und Kolophonium gewonnen. Bis ins 19. Jahrhundert wurden stark harzhaltige Kiefernspäne, sogenannte Kien-späne, sogar als Leuchtmittel verwendet.

Baum & Holz mit Zukunft
In Europa wird die Waldkiefer schon länger verbreitet wirtschaftlich angebaut. Aufgrund ihrer Flexibilität als Baum im Wald und auch als Holz, ist sie auf die Zukunft bestens vorbereitet.

Holz-Neubau statt Sanieren — Perspektive bei Klimaschutz
Mit dem „Tag des Waldes“ ist selbstverständlich untrennbar die Bedeutung von Holz verbunden. „Holz ist sowohl als nachwachsender als auch als CO2-bindender Rohstoff eine nachhaltige Alternative zu endlichen Rohstoffen. Holz entsteht im Wald und braucht dazu nur Erde, Wasser, Licht und Luft. Im Prozess seiner Entstehung entzieht der Baum CO2 aus der Umgebungsluft. Dieses CO2 bleibt im Holz gebunden, weil der Kohlenstoff daraus im Holz gespeichert wird“, unterstreicht proHolz-OÖ-Obmann Georg Adam Starhemberg. In der derzeitigen Klimalage könne es daher sogar besser sein, ein neues Haus aus Holz zu bauen, als ein bestehendes Haus zu sanieren und weiter zu nutzen, folgerte auch der anerkannte Klimaexperte Prof. Hans Joachim Schellnhuber. „Denn durch den Holzbau wird zusätzliches CO2 aus der Atmosphäre entzogen und langfristig gebunden.“