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Starkes Bekenntnis zum Baustoff Holz

Meldung erstellt am 26.09.2019
Land Oberösterreich will bei Kinderbetreuungseinrichtungen verstärkt auf Holz setzen (v.l.: Agrarlandesrat Max Hiegelsberger, LH-Stv. Christine Haberlander, Bürgermeister Wolfgang Schirz, proHolz Obm.-Stv. Johannes Hanger)

LH-Stv.in Haberlander und Landesrat Hiegelsberger setzen sich für mehr Bildungsbauten aus Holz in Oberösterreich ein.

Das Land Oberösterreich ist einer der größten Bau-Auftraggeber im Land. Allein im Bereich der Kinderbetreuung stehen in den kommenden Jahren Investitionen im Ausmaß von 110 Millionen Euro an.

Die beiden Spitzenpolitiker des Landes Oberösterreich kündigten bei einem gemeinsamen Mediengespräch mit proHolz Oberösterreich am 25. September in Linz an, dass mehrere Projekte aus Holz entstehen sollen.

So wird in der Gemeinde St. Martin im Mühlkreis eine neue Volksschule in Holzbauweise errichtet werden. In Walding ist ein neues Hortgebäude geplant. Diesen Beispielen werden viele weitere folgen. Das Land Oberösterreich bemüht sich aktiv um die Forcierung des Baustoffes Holz, denn so Agrarlandesrat Max Hiegelsberger:  Nicht zuletzt soll damit auch eine gewisse Linderung der angespannten Situation auf dem Holzmarkt erfolgen

Qualitäten des Baustoffes Holz für diese Bauaufgabe sprechen für sich:

Holzkonstruktionen können nämlich in kürzester Zeit errichtet werden und sind von Beginn an trocken. So wird der laufende Betrieb von Kindergärten, Schulen oder Horten nur minimal eingeschränkt.

Wände und Dächer aus Holz haben eine ausgezeichnete Wärmedämmung. Holz hat im Vergleich zu anderen tragfähigen Baustoffen eine gute Dämmwirkung. Deshalb sind Wände aus Holz bei gleichem U-Wert in der Regel schlanker als vergleichbare Aufbauten aus mineralischen Baustoffen.

Für ein Holzhaus werden in etwa 40 m3 Holz benötigt, diese Menge wächst in den österreichischen Wäldern in nur 40 Sekunden nach und speichert den Kohlenstoff von 40 Tonnen CO2.

Holzbauten müssen laut Norm so gebaut werden, dass sie bei widmungsgemäßer Nutzung und ordnungsgemäßer Instandhaltung mindestens 100 Jahre genutzt werden können. Viele Beispiele zeigen, dass wesentlich längere Lebenszeiten möglich sind.

Ein Lebenszykluskostenvergleich der FH Joanneum Graz von verschiedenen Fassadensystemen zeigte die Leistungsfähigkeit von unbehandelten Holzfassaden eindrucksvoll auf. Werden die Regeln des konstruktiven Holzschutzes beachtet, geht man auch ohne Reinigungsarbeiten von mindestens 40 Jahre Lebensdauer aus.

Neben technischen Argumenten spricht aber vor allem die hohe Behaglichkeit für Bildungs-Bauten aus Holz. Holz sorgt für eine warme, heimelige Atmosphäre, für ein angenehmes Raumklima und ist ein natürlicher Baustoff. Dies macht ihn ideal für Bauten der Kinderbetreuung.

Weitere Infos:
Publikation Kindergärten und Holz
Medieninformation LH-Stv. Haberlander, LR Hiegelsberger, 25. 09. 2019