Inhalt

OÖ Forst- und Holzrallye

Meldung erstellt am 07.09.2016
Landesrat Max Hiegelsberger und proHolz Obmann Georg Adam Starhemberg

Tour zu vier Holzbetrieben mit Agrarlandesrat Max Hiegelsberger

Der heimische Wald prägt unsere Kulturlandschaft und bildet die Grundlage für einen der bedeutendsten Wirtschaftszweige Oberösterreichs. 42 Prozent der Fläche Oberösterreichs sind mit Wald bedeckt. „Wiederrum die Hälfte dieser Waldfläche wird als Kleinwald von bäuerlichen Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern bewirtschaftet“, betont Landesrat Hiegelsberger die Strukturen der heimischen Forstwirtschaft.

Fast 70.000 Menschen beziehen in Oberösterreich ein Einkommen aus einem der vielen Betriebe der oberösterreichischen Forst- und Holzwirtschaft. Die Betätigungsfelder liegen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Holz, von der Forstwirtschaft über die be- und verarbeitenden Betriebe bis hin zur Papierindustrie.

Auf welch kleinem regionalen Raum sich alle Bereiche der Wertschöpfungskette Holz finden, zeigt die Forst- und Holzrallye 2016 im unteren Mühlviertel. Doch nicht nur im Bezirk Freistadt liegen Forstbetrieb, Sägewerk, Holzbau-Meister und Tischlerei nahe beisammen. In allen Regionen Oberösterreichs ist die gesamte Wertschöpfungskette vertreten.

Die innovativen Betriebe in ländlichen Regionen bieten auch jungen Menschen Perspektiven und eine zeitgemäße Ausbildung. Wissen und Können werden weitergegeben und die Zukunft der ländlichen Regionen wird mitgestaltet.

Bei der OÖ Forst- und Holzrallye am 6. September 2016 wurden folgende Betriebe besichtigt:

FORST - Fürst Starhemberg’sche Familienstiftung

„Holz kann viele Probleme der Zukunft lösen.“, sagt Georg Starhemberg, Obmann von proHolz Oberösterreich. Der Umgang mit Wald ist für Starhemberg ein essentielles Thema. Über Jahrhunderte betreibt die Familienstiftung Starhemberg einen nachhaltigen Bestand an Gütern und Wäldern – von Auhof über Brunnwald, Schaunburg, Sternwald, Waxenberg, Reichenstein uvm. – das Thema Wald und Holz ist über Generationen untrennbar mit Starhemberg verbunden.

SÄGEWERK - Ortner-Holz GmbH

Das Säge- und Hobelwerk Ortner-Holz aus Tragwein ist ein traditionelles Familienunternehmen im unteren Mühlviertel und beschäftigt 20 Mitarbeiter und 3 Lehrlinge. Aufgrund der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Betriebes und ständigen Produktinnovation zählt das Säge- und Hobelwerk Ortner-Holz zu einem der Holzleitbetriebe in OÖ. Das Motto: „Holz aus der Region – für die Region“ ist Programm.

HOLZBAU - Buchner Gesellschaft mbH

Aus dem familiären Zimmereibetrieb Buchner hat sich in den vergangenen Jahren ein Holzbau-Meisterbetrieb mit modernem Maschinenpark und 80 bestens ausgebildeten Mitarbeitern entwickelt. Der Naturbaustoff Holz steht heute wie damals im Zentrum des Schaffens. Produziert werden Einfamilienhäuser, Dachstühle, Landwirtschaftliche Bauten aber auch Zubauten zu bestehenden Gebäuden.

TISCHLEREI - Christian Klaner e.U.

Die Tischlerei Klaner wird in zweiter Generation betrieben und beschäftigt 20 Mitarbeiter. Nicht nur Möbel, sondern ganze Raumkonzepte werden von der Tischlerei geplant und umgesetzt. Davon können sich potentielle Kunden im großzügigen Schauraum überzeugen.

 

 

Forstmeister Dr. Norbert Weigl: "Der Begriff Nachhaltigkeit stammt aus der Forstwirtschaft und wurde vor mehr als 300 Jahren geprägt. Er ist auch die Basis des österreichischen Forstgesetzes, einem der strengsten diesbezüglichen Regelwerke der Welt."

Rudolf Ortner: "Die Sägeindustrie hat in der Bevölkerung manchmal noch ein etwas verstaubtes Image. Dies trifft aber nicht zu, denn die Sägeindustrie ist heute von einem hohen Innovationsgrad geprägt und vor allem als regionaler Nahversorger und Arbeitgeber tätig."

Christian Buchner: "Unser Schwerpunkt ist der ökologische Holzbau. 80 Mitarbeiter erzeugen jährlich fast 50 Holzgebäude und führen rund 50 Zubauten/Sanierungen durch. Besonders erfreulich ist, dass der Holzbauanteil aufgrund der Vorzüge unseres Werkstoffs stetig ansteigt."

Christian Klaner: "Als regionaler Tischlereibetrieb stellen wir nahezu sämtliche Innenausstattungen her. Unser Fokus liegt dabei auf der ganzheitlichen Beratung der Kunden. Wir beziehen den Großteil des von uns verarbeiteten Holzes aus dem engsten Umkreis. Damit tragen wir zur Erhöhung der regionalen Wertschöpfung entscheidend bei."