BEST OF EUROPE
Von 27. – 29. April 2010 begaben sich hochrangige Vertreter der oberösterreichischen Landespolitik sowie der Bau und Holzwirtschaft auf Einladung von Landeshauptmann-Stv. Franz Hiesl und der Initiative proHolz OÖ und unterstützt von der Donau Versicherung AG und der Oberbank AG auf eine 3-tägige Studienreise.
In den letzten Jahren entstanden überall in Europa und beinahe zeitgleich herausragende Holzgebäude, die die Grenzen des bisher möglichen neu definierten und die Richtung vorgeben, in die sich der Holzbau in der Zukunft entwickeln wird.
Die Exkursion machte an vier Stationen halt an denen diese Entwicklung greifbar wurde. In Dublin wurden mit dem Geschäftszentrum Elm-Park und dem Projekt Point Village gleich zwei großvolumige Bauten besichtigt, bei denen Holz in Form von Holz-Stahl-Glas Hybridfassaden im großen Stil zum Einsatz kam.
Danach wurden in London und Berlin die mit 9 bzw. 7 Geschossen, derzeit weltweit höchsten Wohnbauten in Holzbauweise besichtigt. Den Abschluss bildete die erst kürzlich fertiggestellte Messehalle 11 in Frankfurt, die sich durch ihre enorme Spannweite von beinahe 80 m auszeichnet und die Exkursionsteilnehmer begeisterte.
Besonders erfreulich: An vielen dieser Holzbauten waren oberösterreichische und österreichische Unternehmen beteiligt und haben ihr Know-How, ihre Produkte und ihre Konstruktionen in die Projekte eingebracht.
„Das Land Oberösterreich wird die erforderlichen Schritte setzen, damit die aktuellen Weiterentwicklungen im Holzbau in den oberösterreichischen Bauvorschriften entsprechend berücksichtigt werden“.
KO Mag. Thomas Stelzer
Mit diesem Statement kündigte der Klubobmann der OÖVP bei der abschließenden Pressekonferenz in der Messe Frankfurt umfangreiche Erleichterungen in der Baugesetzgebung für den Holzbau an. Die Vorarbeiten für die Überarbeitung der Brandvorschriften wurden bereits in Angriff genommen. Dabei soll es durch die Übernahme der Richtlinie 2 „Brandschutz“ des Österreichischen Instituts für Bautechnik (OIB) zu einer Liberalisierung der bestehenden Vorschriften für Bauten aus Holz kommen.
Vier statt bisher nur drei werden zukünftig vier Geschosse in Holzbauweise möglich sein. Darüber hinaus stehen Erleicherungen im Bereich der Brand- bzw. Feuermauern von Reihenhäusern bevor, die dann auch in Holz errichtet werden dürfen.
Besonders erfreulich ist, dass die Vertreter aller Fraktionen im OÖ Landtag also SPÖ, FPÖ und Grüne Ihre Unterstützung zugesagt haben und hinter diesem wichtigen Anliegen von proHolz Oberösterreich stehen.







